#1

Anfänger mit Fragen über Stacking Zubehör und Bau eines E-Schliten.

in Für Einsteiger und Ratlose: Typische Fehler und Stacking-Effekte 20.08.2019 18:35
von Thomas | 2 Beiträge

Hallo an euch allen.

Ich bin neu hier im Forum und auch in der Welt der Makro Fotografie. Das Hobby Fotografie betreibe ich seit 10 Jahren mal mehr mal weniger und ich bin erst seit einer Woche stolzer Besitzer eines Makro Objektives. Meine ersten Makro Versuche waren mit einem 50mm in Retrostellung und ohne Makroschlitten, aber das machte mir gar keinen Spaß. Da ich von Nikon zu Sony gewechselt bin, habe ich auch meine Interessen aufgrund neu zu kaufender Objektive gewechselt. Um alle Bereiche mehr oder weniger direkt abzudecken, habe ich mich als Erstobjektiv für das Sony 90mm 2.8 entschieden. Ebenso habe ich mich auch bereits etwas tiefer in das Thema Makrofotografie eingelesen und bin auf das Stacken und das dazugehörige Bearbeiten gestoßen. Kurze Google Suche und schon bin ich hier gelandet . Jetzt sehe ich hier im Forum auch schon viele tolle Konstruktionen von selbstgebauten elektrischen Makroschlitten, was meine Erfinder Lust antreibt. Es gibt aber noch ungeklärte Fragen. Die da wären:

- Warum ein E-Makroschlitten bauen, wenn man zum Beispiel die Focus Braketing Funktion nutzen kann? Zumindest habe ich bei einem kleinen Selbstversuch gesehen das ich mit der Kombination Kamera+Objektiv und Sony Software doch recht feine Focus Sprünge machen kann. Ist es Sinnvoll damit zu Stacken oder verschleißt es den Motor des Objektives so wie bei DSLR den Verschluss?

- Bringen Reflektoren mit Loch in der Mitte (Makro Reflektor?) etwas oder lohnt es sich gleich mit einer Blitz Konstruktion Outdoor an Insekten, Blumen und co heran zu gehen?

Meine weiteren Fragen beziehen sich um den Bau eines DIY Makroschlitten.

- Unzwar welche LED zur aus Beleuchtung kann man benutzen? Muss auf bestimmte LED mit bestimmten CRI Wert geachtet werden oder reichen auch ganz normale helle LED? Blitzen ist LEIDER keine Option für mich :( .

- Warum kann man keinen fertigen Makroschlitten kaufen und an der Verstell Schraube einen Schrittmotor setzen? Ist diese Option nicht günstiger als ein CNC Schlitten oder eine Kugellaufspindel mit Schrittmotor?

- Sollte man sich eher für ein CNC Schlitten oder eine Kugellaufspindel entscheiden?

- Wie lange sollte der Schlitten eurer Empfehlung nach den sein reichen schon 6 oder 10 cm oder noch mehr?

- Ich habe einige Schlitten gesehen wo die Kamera Waagerecht befestigt wird, gibt es einen Unterschied zu einer Horizontalen Ausrichtung?

- Macht es Sinn das Objekt, welches man Ablichten möchte, ebenfalls auf einem Schlitten zu setzen?

Ich glaube das reicht erstmal an Fragen .

Mfg Thomas

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#2

RE: Anfänger mit Fragen über Stacking Zubehör und Bau eines E-Schliten.

in Für Einsteiger und Ratlose: Typische Fehler und Stacking-Effekte 20.08.2019 20:10
von franzders | 80 Beiträge

Hallo Thomas,
zuerst ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich würde mich als Anfäger mit Erfahrung einschätzen. Alle deine Fragen kann ich nicht beantworten aber einige Punkte schon.

Für den Anfang benötigst du nicht zwingend einen Makroschlitten. Der ist dann sinnvoll, wenn a) du mit "manuellen" Objektiven arbeitest oder b) ich nutze ihn, um mit dem Schlitten die Kamera an das Objekt heranzufahren besonders an der Naheinstellgrenze des Objektivs.
Aber ich würde empfehlen den elektronischen Verschluss beim Stacking zu verwenden. Wenn ich draußen bin, kommen schon mal 5000 Aufnahmen zusammen. Das Kritische dürfte der mechanische Verschluss bei dieser Aufnahmetechnik sein.

Bisher habe ich, wenn überhaupt, einen normalen Reflektor mit Durchmesser 30cm verwendet und das meist zum "Abschatten" mit dem Diffusor.

Wenn du LED Leuchten verwendest, dann sollte der CRI >90 besser > 95 sein oder eine einstellbare Farbtemperatur haben.

Bei meinem Makroschlitten mit Gewindespindel, habe ich heute wieder festgestellt, dass bei höheren Vergrößerungen (8:1) der Schlag der Spindel sich deutlich auswirkt in dem von Vorschub zu Vorschub das Bild versetzt wird, obwohl ich das Spiel des Schlittens durch die Einstellschrauben am Schwalbenschwanz auf das Mögliche reduziert habe.

Die Länge des Schlittens ist vom Einsatz abhänging bei kleinen Objekten reichen 100 mm möchtest du Produkte fotografieren, dann eher in Richtung 200 mm gehen.

Bei mir gibt es drei verstellbare Achsen, eine in X- und eine in Y-Richtung und die dritte in Z-Richtung. An welcher Achse die Kamera ist, ist prinzipiell egal. Eher wird dies durch die Aufnahme des Objekts und deren Beleuchtung beeinflusst. Das Objekt lässt sich besser positionieren mit verstellbaren Achsen.

Soweit meine persönliche Betrachtungen.

Viel Freude bei der Makrotechnik und uns allzeit gut Licht.

Gruß Franz

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#3

RE: Anfänger mit Fragen über Stacking Zubehör und Bau eines E-Schliten.

in Für Einsteiger und Ratlose: Typische Fehler und Stacking-Effekte 20.08.2019 20:53
von stekki | 2.277 Beiträge

Hallo Thomas, Gruß auch von mir.
Nur mal als Beispiel für eine der vielen Varianten, die hier schon gezeigt wurden.
So sah mein selbstgebauter Stackerplatz mit 3 Blitzen zuletzt aus: http://www.alles-im-bild.de/cansoni_6792...llerStudio4.jpg
Im Moment ist alles abgebaut und in Kisten verpackt und wartet auf sein neues Zuhause im nächsten Jahr.
Stackshot ist von Cognisys ... es gibt auch eine Variante mit LED-Dauerlicht.


VG Ekkehard

zuletzt bearbeitet 20.08.2019 20:53 | nach oben springen

#4

RE: Anfänger mit Fragen über Stacking Zubehör und Bau eines E-Schliten.

in Für Einsteiger und Ratlose: Typische Fehler und Stacking-Effekte 21.08.2019 17:53
von Thomas | 2 Beiträge

Vielen Dank euch beiden erst einmal für die nette Begrüßung. Und ja so ganz Anfänger an der Kamera bin ich wirklich nicht mehr .

Zitat von franzders im Beitrag #2
Hallo Thomas,
Für den Anfang benötigst du nicht zwingend einen Makroschlitten. Der ist dann sinnvoll, wenn a) du mit "manuellen" Objektiven arbeitest oder b) ich nutze ihn, um mit dem Schlitten die Kamera an das Objekt heranzufahren besonders an der Naheinstellgrenze des Objektivs.
Aber ich würde empfehlen den elektronischen Verschluss beim Stacking zu verwenden. Wenn ich draußen bin, kommen schon mal 5000 Aufnahmen zusammen. Das Kritische dürfte der mechanische Verschluss bei dieser Aufnahmetechnik sein.

Bisher habe ich, wenn überhaupt, einen normalen Reflektor mit Durchmesser 30cm verwendet und das meist zum "Abschatten" mit dem Diffusor.

Wenn du LED Leuchten verwendest, dann sollte der CRI >90 besser > 95 sein oder eine einstellbare Farbtemperatur haben.

Bei meinem Makroschlitten mit Gewindespindel, habe ich heute wieder festgestellt, dass bei höheren Vergrößerungen (8:1) der Schlag der Spindel sich deutlich auswirkt in dem von Vorschub zu Vorschub das Bild versetzt wird, obwohl ich das Spiel des Schlittens durch die Einstellschrauben am Schwalbenschwanz auf das Mögliche reduziert habe.

Die Länge des Schlittens ist vom Einsatz abhänging bei kleinen Objekten reichen 100 mm möchtest du Produkte fotografieren, dann eher in Richtung 200 mm gehen.

Bei mir gibt es drei verstellbare Achsen, eine in X- und eine in Y-Richtung und die dritte in Z-Richtung. An welcher Achse die Kamera ist, ist prinzipiell egal. Eher wird dies durch die Aufnahme des Objekts und deren Beleuchtung beeinflusst. Das Objekt lässt sich besser positionieren mit verstellbaren Achsen.



Hallo Franz, du hast ja schon fast alle meine Fragen beantwortet. Ich werde mir wohl doch noch einen E-Schlitten bauen um etwas das Objektiv und die Nerven zu schonen. Jedoch werde ich aber nie größer als 5:1 gehen (sagte er und geht später doch weiter) daher dürfte eine Gewindespindel noch genügen. Ich hatte bereits einen 60 Bilder Stack mit meiner Blitzanlage gemacht. Musste aber leider feststellen das ich den elektrischen Verschluss nicht mit einem Blitz verwenden konnte. Wahrscheinlich von der Kamera internen Software geblockt. Auch das herum liegende Ringlicht bringt nichts, da das Objektiv zu lang ist und einen Schatten in der Bildmitte wirft . Daher wird es wohl LEDs werden. Outdoor glaube ich nicht, dass ich so viele Stacks hinbekomme. Daher kann ich dann wohl gut mit Blitz und mechanischem Verschluss arbeiten. Leider ist bei Sony ein Focus Braketing nur mit einer Laptop, Software und Zusatz Programm Kombi möglich und mein Laptop ist since 2011. Wenn ich es hin bekomme das der mir die Bilder nicht auf dem Laptop schickt, dann könnte der durchaus auch mitkommen. Ansonsten hängt der zu viel nach und lutscht unnötig schnell den Akku leer.
Wegen der Schlittenlänge muss ich nochmal schauen. Ich hoffe mich nicht zu verrechnen. Die Naheinstellgrenze liegt bei 280 mm, das heißt vom Sensor bis zum möglichen Scharfzustellenden Punkt. Hier kann man ein paar mm abziehen, um den maximal Abstand zum Objekt zu berechnen. Das entspricht ungefähr 130 mm (Objektiv Länge) den Abstand vom Sensor zum Bajonett kenne ich leider nich. Zieht man die 130mm ab, so kommt man ungefähr auf einem Max-Abstand von 150mm vom Objektiv zum Objekt. Ich möchte gerne den Limitier ausreizen und der geht bis 500mm. Das sind mit Abzug der Objektiv Länge also ein Bereich von 150mm bis 370mm indem das Objektiv Scharf stellen kann. Das heißt also der Schlitten sollte schon einem Bereich von mindestens 220mm abfahren können. Somit sind Schlitten mit 300mm bis 400mm ideal. Damit dürfte ich nicht nur über die Naheinstellgrenze kommen, sondern auch nah genug sein für zusätzliche Vorsatzlinsen.

Zitat von stekki im Beitrag #3
Hallo Thomas, Gruß auch von mir.
Nur mal als Beispiel für eine der vielen Varianten, die hier schon gezeigt wurden.
So sah mein selbstgebauter Stackerplatz mit 3 Blitzen zuletzt aus: http://www.alles-im-bild.de/cansoni_6792...llerStudio4.jpg
Im Moment ist alles abgebaut und in Kisten verpackt und wartet auf sein neues Zuhause im nächsten Jahr.
Stackshot ist von Cognisys ... es gibt auch eine Variante mit LED-Dauerlicht.


Schönen Stacker hast du da Stekki. Das Modell Stackshot von Cognisys übersteigt doch minimal mein Preisrahmen . Ich dachte da an was eigenes Gebautes. Etwas mit vielleicht Drei bis Vier Achsen. Die Drei Achsen X,Y,Z werden eventuell alle Elektrisch wobei die X-Achse mit 400mm und die beiden anderen Y und Z jeweils 100mm lang werden. Die letzte Achse könnte in die Senkrechte gehen und soll einen anderen Blickwinkel realisieren. Diese Senkrechte Achse, sollte ich wirklich eine brauchen, wird rein manuell eingestellt werden. Das System steckt in einem Holzrahmen, der durch dünne Holzplatten zudem rundum verschlossen ist und wird nur von den Seiten aus zu öffnen sein. Damit versuche ich Mischlichter oder Streiflichter zu minimieren. Das Holz und dünne Gummifüße am Boden sollen Erschütterungen dämpfen. Zudem sollen LED mit einem 95% CRI Wert zum Einsatz kommen. Gesteuert werden soll alles über ein Arduino Board.
Realisieren soll es einfache Stacks bis hin zu Panorama Stacks. Aber noch ist es nur ein Gedanke.

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#5

RE: Anfänger mit Fragen über Stacking Zubehör und Bau eines E-Schliten.

in Für Einsteiger und Ratlose: Typische Fehler und Stacking-Effekte 21.08.2019 21:39
von Sboernemeyer | 992 Beiträge

Hallo Franz,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
Es gab hier mal ein Mitglied, welcher gute Erfahrungen mit einem Selbstbusxhlitten zum recht schmalen Kurs gesammelt hat.
Siche mal Beitraege von Adi bzw Adalbert.
Traumflieger hat gerade ein Video diesbezueglixh.
Dauert glaub 90min.
Was fuer dich ggf noch in Betracht kommt ist zB WeMacro Rail.
Duer deine Automatisierung der X und Y Achse habe ich ggf noch was fertiges in der Schubkade fuer dich.
Bei Interesse dran gern PN.
Es ist ein von einem Maschinenbauer aus der Automatisierungstechnik mechanisch sehr guter aus Aluminium gefertigter XY Tisch mit GetriebeSteppern von Faulhaber.
Schoenen Abend
Gruss
Sven


... ich wollt noch DANKE sagen ...
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