#1

Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 27.03.2019 14:58
von witweb | 279 Beiträge

Hallo,

für die Aufnahme dieses Zinnober-Micromounts habe ich wieder den "Lieberkühn-Reflektor" verwendet. Allerdings wäre die Aufnahme wohl ohne das Licht von vorne kaum möglich gewesen. Bildbreite ca. 3,3mm.
Ich hoffe, es gefällt euch!

Beste Grüße

Michael




Kamera: CANON EOS 650D
Objektiv: CZJ 6,3/0,16 160/-
Beleuchtung: 1 Blitz mit LKR
Belichtungszeit: 1/160
ISO:100
ABM: 6,3:1
Bildbreite: ca.3,3mm
Dateiformat: RAW
Stackingschritte: 346
Schrittweite: 7,5µm
Software: HF7 C+B, PS
Aufnahmedatum: 24.03.19
Name: Zinnober (Cinnabarit), Idria Mine, Slowenien

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#2

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 27.03.2019 17:50
von stekki | 2.200 Beiträge

Ja, das sieht gut aus Michael. Die Tiefen lassen sich sicher noch etwas erhellen und die Lichter etwas entschärfen.
Aber die Beleuchtung bei den glänzenden Flächen ist sehr plastisch und gelungen.


VG Ekkehard
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#3

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 28.03.2019 13:32
von witweb | 279 Beiträge

Danke Ekki für die Anmerkungen!
Bis du eigentlich schon umgezogen?
Grüße
Michael

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#4

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 28.03.2019 16:40
von stekki | 2.200 Beiträge

Hi Michael,
schreibe Dir eine PN.
VG Ekki


VG Ekkehard
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#5

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 28.03.2019 18:12
von Olaf | 455 Beiträge

Hallo Michael,

das Bild ist super. Was hier begeistert ist, dass ringsherum die wuseligen kleinen Kristalle sitzen, welche eine gewisse Unruhe ausstrahlen und in der Mitte sitzt die Ruhe selbst in Form von super glatten roten großen Kristallen. Eine sehr schöne Kombi. Die Beleuchtung ist natürlich wieder sehr gut. Der LKR wacht einen guten Job.

Tschüss Olaf

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#6

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 29.03.2019 12:01
von witweb | 279 Beiträge

Hi Olaf,
danke für die Anmerkungen. Ich habe mal auf die Schnelle noch ein Übersichtsbild der Stufe gemacht, BB=18mm.
Viele Grüße
Michael

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#7

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 29.03.2019 16:48
von Kurt | 1.752 Beiträge

Hallo Michael

Das gefällt mir sehr gut!
Du hast die Reflexe sehr gut im Griff.
Erinnert mich etwas an Weinstein von einem guten Roten.

Kurt


_____________________________________________
In der Fotografie gilt es auch, das Schöne zu entdecken.
www.focus-stacking.com
www.focus-stacking.ch/Focus_Stacking_PDF.pdf
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#8

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 29.03.2019 17:50
von witweb | 279 Beiträge

Hallo Kurt,
ein guter Roter ist immer gut. Aber der Weinstein ist sicher verträglicher, als dieses Quecksilbersulfid....
Beste Grüße
Michael

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#9

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 08.04.2019 21:41
von Lichtfänger | 44 Beiträge

Hallo Michael,

diese Arbeit verdient ein großes Lob. Nicht nur fotografisch, auch aus mineralogischer Sicht. Verrät doch die Ausbildung der maßgeblichen Fächen der Kristalle und deren Struktur dem Mineralogen das Fundgebiet des Minerals. Manchmal soger aus welcher Grube die Stufe stammt.

Anmerkung von mir, ich hätte das Bild rechts und links etwas beschnitten und enger gefaßt. Es wird meiner Meinung nach dadurch intensiver.

Beste Grüße

Hans - Joachim

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#10

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 09.04.2019 15:27
von witweb | 279 Beiträge

Hallo Hans-Joachim,
danke für die positive Rückmeldung!
Ist das wirklich so, dass man an den Flächen der Kristalle das Fundgebiet bestimmen kann?
Mit dem Beschnitt hast du wahrscheinlich recht...
Viele Grüße
Michael

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#11

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 09.04.2019 22:04
von Lichtfänger | 44 Beiträge

Hallo Michael,

was ich da schrieb, Fundorterkennung entsprechend der Kristallstruktur und damit der Kristallflächen, das stimmt. Hängt damit zusammen, daß viele Minerale mit verschiedenen Kristallgittern aufwarten. Und die Form der Ausbildung der Kristallgitter hängt von den Bedingungen ab, unter denen die Kristallbildung vonstatten ging. Heißt, da die Bedingungen der Kristallbildung nicht weltweit homogen sind und auch zeitlich in großen Zeiträumen stattfanden, können viele Minerale in unterschiedlichen Erscheinungsformen vorkommen, da unterschiedlicher Kristallaufbau. Und da Mineralogen alle Erscheinungsformen eines Minerals kennen, sagen sie Dir gleich aus welcher Gegend dieser Welt das Mineral kommt. Typisches Beispiel, das fadenförmige gediegene Silber aus Kongsberg oder die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Gipses. Kannst Du aber alles nachlesen!

Habe mal zu analogen Zeiten MInerale für das Naturkundemuseum in Berlin fotografiert. Und dort wurde ich zu meiner großen Überraschung erstmalig mit dieser Aussage konfrontiert und auf Rückfrage aufgegleist!

Beste Grüße

Hans - Joachim


zuletzt bearbeitet 09.04.2019 22:06 | nach oben springen

#12

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 10.04.2019 11:34
von witweb | 279 Beiträge

Hallo Hans-Joachim,

danke für die ausführliche Erklärung. Das ist ja interessant!
Es war mir schon klar, dass die Paragenese wertvolle Informationen zum Fundort liefern kann. Auch die Erscheinungsform grobe Hinweise gibt. Aber dass die Kristallflächen solch eine detaillierte Zuordnung erlauben, war mir neu. Ist aber nachvollziehbar.
Super, again what learned! .

Da du die "analogen Zeiten" erwähnst, in dem Buch "Micromounts" von 1987 gibt es u.a. eine Reihe von Tipps für's Fotografieren von Kristallen. Ich stelle mir das, speziell bei Kristallen, unglaublich schwierig vor. Selbst bei den heutigen digitalen Möglichkeiten (sofortige Kontrolle des Aufgenommen, Stacking, EBV usw.) ist das ja oft immer noch ziemlich nerviger Prozess...

Viele Grüße

Michael

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#13

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 10.04.2019 13:31
von Sebastian | 332 Beiträge

Hallo,
das kann ich so ganz nicht stehen lassen. In den wenigsten Fällen gibt es morphologische Merkmale die so charakteristisch sind das es möglich ist den Fundort genau zu bestimmen.
Dies ist aber in den wenigsten Fällen möglich. Denn: die Ursachen für die Kristallflächenbiildung ist sehr variabel und geolgische Prozesse sind extrem variabel. Zu viele unbekannte die nur in den wenigsten Fällen bestimmbar sind.
Fundregionen nachzubestimmen ist sehr schwierig und nur mithilfe verschiedener Indizien zu bewerkstelligen.
Gruß Sebastian

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#14

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 10.04.2019 22:37
von Lichtfänger | 44 Beiträge

Hallo Sebastian,

danke für Deinen Einwand. Deshalb schrieb ich ja auch Region, denn der Fundort hieße ja die Grube/den Aufschluß genau zu bestimmen. Aber was Du anzweifelst, es ist möglich. Ich erlebte es. Das Museum für Naturkunde Berlin hatte eine Tagung der Mineralogen. Man bat mich die von mir gemachten Fotos zu zeigen, als stumme Vorführung. Und bei jedem Bild wurde die Runde nach der Fundregion befragt. Gleichfalls die zur Bestimmung zielführenden Merkmale hinterfragt. Da waren Kristallstruktur, Form und Farbe sowie Begleitminerale wesentliche Bestimmungsschlüssel. Und zu 99% waren die Antworten richtig, was mich sehr erstaunen ließ.
Hätte ich es nicht erlebt, ich hätte es nicht geglaubt. Auch wenn Du Recht hast, daß die geologischen Prozesse nicht homogen sind (Druck, Temperatur, Umgebungsmilieu und das beteiligte Elementengemenge, also äußerst komplexe Prozesse). Und hier spielen die Begleitminerale eine bedeutende Rolle.

Beste Grüße

Hans - Joachim

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#15

RE: Zinnober

in Stacking: Mineralien, Gesteine, Foraminiferen und Fossilien 10.04.2019 22:48
von Lichtfänger | 44 Beiträge

Hallo Michael,

das von Dir zitierte Buch kenne ich. Und was Du zur analogen Fotografie sagst, es war recht aufwendig und kompliziert. Angefangen bei den recht niedrigen Filmempfindlichkeiten, dann kam der Herr Schwarzschild noch erschwerend dazu, ergänzt von der Hitze der Fotolampen. Da kam man durchaus schon mal auf Bellichtungszeiten von 15 Minuten und mehr. Wenn man dann bedenkt, daß zum Beispiel einige Silberminerale, schön rubinrot und durchscheinend, beim Kontakt mit Licht sich auf der Kristalloberfläche mit gediegenen Silber überziehen, was natürlich die Stufe verdirbt, da legst Du Dir die Karten. Und Stacking, davon träumte man damals nicht einmal. Schön, was uns die digitale Welt heute alles ermöglicht, auch wie weit man heute an der Iso-Schraube drehen kann.

Gruß
Hans - Joachim

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