#1

Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 24.02.2019 17:37
von Saga | 304 Beiträge

Nach etwas Pause melde ich mich auch mal wieder. Als Neuzugang habe ich ein MPlan 40 ELWD zu verbuchen mit dem ich geraderumspiele. Hier mein allererstes Bild das ich jemals in diesem Maßstab gemacht habe. Ich bin sehr angefixt und habe Lust auf mehr. Werde verschiedene Beleuchtungsmethoden Testen und hier posten. Darunter auch mit Blitz beim ersten und zweiten Vorhang.

Flügelschuppen eines Tagpfauenauges mit konstanter LED-Beleuchtung,
daher auch die 1/4 Sekunde Belichtungszeit.
61 Aufnahmen mit einer Schrittweite von 0,00146mm bei ISO 100


zuletzt bearbeitet 24.02.2019 17:38 | nach oben springen

#2

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 24.02.2019 17:57
von Kurt | 1.789 Beiträge

Hallo Thorben

Das ist super, diese hohe Qualität kenne ich nicht von meinen Bildern!

Das Problem ist, dass die Schuppen des Tagpfauenauges etwas abstehen und dadurch die Schuppen unter dem Rand, einen etwas breiten Unscharfen Bereich zeigen.
Bei dir ist das nicht so krass, wie bei meinen Bildern.

Kurt


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#3

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 24.02.2019 20:00
von Saga | 304 Beiträge

Komm schon Kurt, wir sind hier doch bei den Hochstaplern wie Heike immer sagt. Nicht tiefstapeln lieber Kurt. Deine Bilder sind für mich immer noch ne Referenz die es zu erreichen gilt. Ich denke aber mit anderen Schmetterlingsarten lassen sich bessere Ergebnisse erzielen. Insbesondere natürlich die mit größeren Schuppen. Das wird bei den heimischen Arten schwierig ich fotografiere ja ausschließlich heimische Insekten. Aber da gibt es sicher noch interessante Strukturen zu entdecken. Die Vergleichsbilder sind mittlerweile im Kasten, müssen jetzt nur noch aufbereitet werden.

zuletzt bearbeitet 24.02.2019 20:40 | nach oben springen

#4

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 25.02.2019 19:30
von Olaf | 516 Beiträge

Alter Falter... kann ich nur sagen.

Hallo Thorben,

ich hätte nicht gedacht, dass in solch einem ABM mit einer LED Beleuchtung solch eine top Qualität möglich ist. Finde ich super und freue mich schon auf weitere Bilder mit der Optik.

Tschüss Olaf

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#5

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 25.02.2019 23:11
von Saga | 304 Beiträge

so die Bilder sind nun zum Vergleich aufgearbeitet.
Alle Bilder wurden mit der gleichen Anzahl und Größe der Schritte aufgenommen, abweichende Aufnahmeeinstellungen stehen unterm Bild. Beim dritten mit LED habe ich vergessen den Weissabgleich an der Kamera umzustellen und habe es im Nachhinein nicht mehr hingekriegt, soll ja aber ein Vergleich der Auflösung bzw. Schärfe der Bilder sein. Bei den beiden Blitzbildern war im Raum alles abgedunkelt, auch die blöde blinkende LED meines Funkblitzes. Ich war während der Aufnahmen nicht im Raum und zwischen den Bildern war immer eine Ruhezeit von 2,5 Sekunden.
Anzahl der Schritte: 96
Schrittweite: 0,00098mm
Objektiv: Nikon MPlan 40 ELWD
Abstand Sensor/Objektiv(Auflage): 210mm
Diffusor: Schreibpapierrolle im Durchmesser des Objektives einfach vorgeschoben.
Kamera: Sony A7RIII
Software: Alle Bilder ohne Bearbeitung von LR in TIFF umwandeln lassen, danach in Zerene gestackt. In PS als Ebenen geladen und automatisch ausrichten lassen, ausgeschnitten und nebeneinander geschoben, beschriftet.
Fazit für mich: Ich brauche bis 40:1 keinen Blitz, der Mehraufwand ist sichtbar aber ist es mir nicht wert. Höhere Vergrößerungen besitze ich noch nicht.... noch.....nicht.


zuletzt bearbeitet 26.02.2019 06:39 | nach oben springen

#6

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 26.02.2019 17:50
von Kurt | 1.789 Beiträge

Hallo Thorben

Eine Beurteilung bei dieser Auflösung ist schwierig.
Bei einem Ausschnitt, ein Pixel der Kamera entspricht einem Pixel des Internetbildes,
könnte man den Unterschied besser sehen.
Eine Halbierung der Auflösung des Objektes, fällt bei Schmetterlingsschuppen, welche bei 40:1 nur wenig ganz kleine Strukturen besitzen, nicht sehr markant auf.
Ich habe den Eindruck, dass die Blitzbilder etwas klarer sind.
Kannst du Ausschnitte dieser Bilder zeigen, eventuell eine verschmutzte Stelle, denn der Schmutz besitzt vielleicht feinere Details?

Vielen Dank

Kurt


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#7

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 26.02.2019 23:03
von Saga | 304 Beiträge

ja so richtig vergleichen kann man es nicht, aber mir reicht das für meine Entscheidungsfindung.
Die Bilder habe ich schon alle gelöscht, kann leider nichts mehr damit anstellen. Ich bin da in letzter Zeit etwas radikal, habe so viele Leichen rumliegen, bei denen ich denke...oh das hebst mal auf, vielleicht brauchst es noch... weg damit.

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#8

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 14.07.2019 01:22
von Saga | 304 Beiträge

Es gibt Neuigkeiten beim Thema 40:1 bei mir.
Alles gleich nur die die Schrittweite wurde verändert auf 0,0008mm und es wurden 403 Bilder mit 1/5s angefertigt. Als Schlitten wurde der Novoflex CastelMicro benutzt. Das erste (schlechtere) Ergebnis ist wohl meinem Eigenbau-Schlitten zu verdanken, der einfach nicht so Präzise ist wie der Novoflex.

Schön ist die Stelle mit der abgelösten Schuppe, darunter aber leider schmutzige Schuppen.


zuletzt bearbeitet 14.07.2019 01:25 | nach oben springen

#9

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 14.07.2019 10:53
von witweb | 360 Beiträge

Hallo Thorben,

sehr gut! Aber man muss schon sehr genau hinschauen...
Betreibst du den CastelMicro an dem Steuergerät von Novoflex oder an deinem Eigenbau?
Toll, wie du das mit der querliegenden Schuppe gemacht hast. Das hat was!

Beste Grüße

Michael

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#10

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 14.07.2019 12:05
von cuwohler | 433 Beiträge

Hallo Thorben,

das ist aber wirklich eine Ansage (!) und so komme ich meinem Wunsch, kleinste Foraminiferen
mit einem solchen Objektiv zu fotografieren, immer näher . Aber das funktioniert wohl kaum
händisch, sondern eher nur automatisch. Da warte ich doch noch ein wenig, bis ich das Stacken
bei mir automatisiert habe, um mir dann dieses Objektiv zu holen.


Viele Grüße
Cai-Uso
http://www.sandphoto.de
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#11

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 14.07.2019 13:04
von Redunicorn | 213 Beiträge

Hallo Thorben,

tolle Versuche, tolle Ergebnisse .
Es gibt von LOMO ja eine Reihe spezieller Auflicht-Objektive, aber für unendlich gerechnet, und bis hin zu Öl-Immersion. Aus der Kennzeichnung konnte ich nicht direkt den ABM ersehen. Aber vielleicht könntest Du mit Unendlich-Optiken ja was anfangen ?

Ich hab ein paar Schmetterlinge gesammelt, erwarte meine zweite Mikroskop-Okularkamera mit 16 MP, die (abnehmbar und an normalen Mikroskopen verwendbar) in ein komplettes Auflichtmikroskop mit zwei Schwanenhals-LED's eingebaut ist. Da das mitgelieferte C-Mount Objektiv wohl raus, RMS-Adapter mit 40iger Objektiv dran, und mal sehen, ob der Arbeitsabstand reicht und die Höhenverstellbarkeit exakt genug ist, um was Ahnliches oder zumindest Brauchbares zustande zu bringen. Mich juckt es schon in den Fingern, werd aber wohl noch 2 Wochen warten und evtl. den Tischtrieb für feine Schritte modifizieren müssen .


LG
Peter

Für Makro Panasonic Lumix FZ1000, Zubehör: NL, Polfilter, Lichtzelte Spiegelfliesen, Bahnen, LED-Lampen Softboxen, ext. Blitz, Stative. Stacking mit der FZ1000, Fernsteuereung Galaxy S7, Panasonic ImageApp + GBracket.
Für Mikro Lomo Biolam "Uhrwerks"-Mikroskop mit diversen Optiken+Kondensoren und LED-Beleuchtung, Okularkamera 21 MP Hayear HY-1138 mit 0,5X oder 0,35X Reduzierer.
Stacksoftware und Bildbearbeitung Affinity Photo.

zuletzt bearbeitet 14.07.2019 13:13 | nach oben springen

#12

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 14.07.2019 21:44
von Kurt | 1.789 Beiträge

Hallo Thorben

Ich habe mir noch einmal deinen Triptychon vorgenommen.

Ich habe aus den 3 Versionen, jeweils durch ausschneiden ein Bild in der Grösse von 2437x2263 Pixeln angefertigt,
so dass ich in der deckungsgleichen Ansicht zwischen den Bildern schnell wechseln kann.
Beurteilung bei starker Vergrösserung.
Die Version mit LED Dauerlicht ist nach meiner Meinung gut erkennbar am schlechtesten aufgelöst.
Da wo die anderen Versionen Linien zeigen, sind bei der LED Version zum teil, keine so klar erkennbaren Linien zu erkennen.

Bei den Versionen mit Blitz, gefällt mir das linke mit Blitz 1/128 Leistung und 2 Sekunden Belichtungszeit etwas besser.
An einigen Orten sind die Linien der Schuppen etwas sauberer und besser erkennbar.

das ist aber Pixel-Peeping auf ganz hohem Niveau.

Zum Weissabgleich:
Beim Bild mit der LED Beleuchtung gelingt mir der Weissabgleich nicht so,
dass auf der linken Seite die eine Schuppe die cremefarben bei den geblitzten Bildern ist, ebenfalls cremefarben wird.
Ob dir das beim Originalbild gelingt?

Nun zum letzten Bild im Vergleich zum ersten:
Die beiden Bilder sind in unterschiedlicher Auflösung.
Ein Vergleich ist schwierig.
Beim zweiten sieht man z.T. Querstege, die beim ersten nicht erkennbar sind, das kann aber an der eingestellten Bildauflösung liegen.

Kurt


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#13

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 16.07.2019 09:48
von Saga | 304 Beiträge

Zitat von witweb im Beitrag #9
Betreibst du den CastelMicro an dem Steuergerät von Novoflex oder an deinem Eigenbau?
Toll, wie du das mit der querliegenden Schuppe gemacht hast.


Der Schlitten wird mit dem Novoflex Steuergerät betrieben. War zuerst eine riesige Umgewöhung, da ich meinem Eigenbau schon Blind bedienen kann aber so langsam flutscht es.
Das mit der Schuppe ist Zufall. Im Moment wüsste ich nicht wie ich so etwas absichtlich präparieren könnte

Ja Kurt, der direkte Vergleich ist mit den unterschiedlichen Auflösungen und Bildausschnitten etwas schwierig, aber ich denke man erkennt es auch so, dass das Ergebnis etwas besser ist ohne Pixel-Peeping betrieben zu müssen. Ich betrachte meine Bilder immer im ganzen und lasse sie wirken, kleinlich bin ich nur bei der Staubretusche

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#14

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor 16.07.2019 20:57
von Lichtfänger | 96 Beiträge

Hallo Thorben,

ein wunderbares Ergebnis!!

Aber anschließend eine etwas provozierende Frage: Ist das nur ein Test oder wirst Du Dich weiterhin mit den Schuppen eines Schmetterlingssflügels beschäftigen? Warum diese freche Frage? Mit Schmetterlingsflügeln bist Du ja einer von mehreren, es ist also eine große Konkurrenz vorhanden. Und ich bilde mir ein, das Fotografieren von Schmetterlingsflügeln ist schon recht ausgereizt. Was könnte da noch Spektakuläres zu erwarten sein? Kläre mich da mal auf, damit ich meine Fragestellung mit dem Ausdruck des größten Bedauerns zurücknehmen kann.

Beste Grüße

Hans - Joachim

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#15

RE: Versuche mit 40:1

in Stacking: Flora und Fauna indoor Gestern 09:31
von Saga | 304 Beiträge

Zitat von Lichtfänger im Beitrag #14
Hallo Thorben,

ein wunderbares Ergebnis!!

Aber anschließend eine etwas provozierende Frage: Ist das nur ein Test oder wirst Du Dich weiterhin mit den Schuppen eines Schmetterlingssflügels beschäftigen? Warum diese freche Frage? Mit Schmetterlingsflügeln bist Du ja einer von mehreren, es ist also eine große Konkurrenz vorhanden. Und ich bilde mir ein, das Fotografieren von Schmetterlingsflügeln ist schon recht ausgereizt. Was könnte da noch Spektakuläres zu erwarten sein? Kläre mich da mal auf, damit ich meine Fragestellung mit dem Ausdruck des größten Bedauerns zurücknehmen kann.

Beste Grüße

Hans - Joachim


nun ja ich teste wirklich nur rum, da ich schauen will wie weit ich mit der Qualität komme. Und die Schmetterlingsschuppen eines Tagpfauenauges sind da halt perfekt dafür, man sieht zuerst die einzelnen Schuppen, dann die Längsrillen und wenns wirklich gut wird kommen die Querstreben zum Vorschein, wenn ich da mal zuverlässig angelangt bin, teste ich an anderen Objekten rum. Wie du schon sagtest sind die Schuppen relativ ausgereizt aber das hat auch den Vorteil, dass man die Struktur kennt. Bei anderen Teilen von Insekten ist das nicht so weit verbreitet und man müsste REM Aufnahmen vom gleichen Teil heranziehen um die Qualität der Aufnahme bzw. der Auflösung zu beurteilen. Die Aufnahmen im Bereich ab 20:1 zählt irgendwie sowieso schon zur abstrakten Kunst, weil kaum einer erkennt was es ist.

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