#1

das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 04.04.2016 22:44
von goethe19 (gelöscht)
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Kamera: 600D
Objektiv: Mitutoyo 20x
Blende:
Zeit:1,3s
Beleuchtung: 2LED
ISO: 100
Dateiformat:
Stativ/Setup: neu
Abbildungsmaßstab: 20:1
Stackingschritte:125
Stacking-Software: HF
Beschnitt: -
Aufnahmedatum:heute
Besonderes: das stacken war technisch ordentlich - das Spiel mit den tools und Farbreglern ist noch nicht so mein Ding, das dauert....


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Auf der Suche nach der optimalen Beleuchtung.....


Grüsse
Wolfgang

zuletzt bearbeitet 04.04.2016 22:47 | nach oben springen

#2

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 04.04.2016 22:58
von Kurt | 1.665 Beiträge

Hallo Wolfgang
Ob die lange Belichtungszeit dienlich ist, bezweifle ich, ausser du hast einen sehr stabilen Aufbau.
Ein etwas diffuseres Licht würde den Kontrast nicht so in die Höhe treiben.
Die Mitutoyo Objektive sind von sich aus schon genug kontrasthart.
Die genaue Bezeichnung des Objektivs wäre ein Segen.
Danke
Kurt


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#3

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 04.04.2016 23:10
von goethe19 (gelöscht)
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Hallo Kurt,

vielen Dank für Deine Bemerkung - ich hatte bewußt dieses Motiv eingestellt, um Deine Meinung hierzu zu hören. Da kennst Du Dich perfekt aus . In der Tat werde ich hier noch einen anderen Diff ausprobieren - das mit dem harten Kontrast hatte ich gesehen, aber nicht lösen können. Zeiter Versuch morgen - hier die Objektivdaten :
M Plan APO 20 0,42 unendlich/0 f= 200 (hatte ich mit einer Raynox 250 eingehalten)


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Grüsse
Wolfgang
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#4

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 04.04.2016 23:52
von Kurt | 1.665 Beiträge

Hallo Wolfgang
Der Schärfeeindruck wird durch Kontrast und Auflösung beeinflusst.
Mangelt es an Auflösung, kann man den Kontrast erhöhen und erhält den Eindruck eines scharfen Bildes.
Alte Objektive besitzen oft eine hohe Auflösung, zeichnen aber flau und Kontrastarm.
Schon ende des 19. Jahrhundert hatte man die maximale Auflösung bei Mikroskop Objektiven erreicht, dies allerdings nur in der Bildmitte und sehr flau.
Eine hohe Auflösung scheint somit kein grosses Problem zu sein.
Ist diese Auflösung flau und man betrachtet ein Objekt am Mikroskop von blossem Auge, kann die hohe Auflösung oft nicht wahrgenommen werden.
Fotografiert man digital mit einem alten Objektiv, kann man den Kontrast problemlos erhöhen und sieht dann die hohe Auflösung.
Weil üblicherweise am Mikroskop von Auge betrachtet wird, wurde in der Entwicklung der Objektive sehr viel Gewicht auf einen hohen Kontrast gelegt.
Im Gegensatz zu den Fotoobjektiven die keinen überzogenen Kontrast besitzen sollten (Zeiss Objektive zeichnen dennoch sehr kontrasthart, deshalb auch der Eindruck, dass die Zeiss Objektive höher wie andere Objektive auflösen, stimmt auch manchmal), ist bei Mikroskop Objektiven ein hoher Kontrast erwünscht.
So sind die modernen Mikroskop Objektive, mit eher kontrastharten Fotoobjektiven zu vergleichen (z.B. Zeiss).
Mitutoyo leistet mit seinen Objektiven eine sehr gute Qualität. Erstaunlich ist der grosse freie Arbeitsabstand, beim M Plan APO 20 0,42 sind es grosszügige 20mm.
Wie das gehen soll, weiss ich nicht, denn die Auflösung eines Objektivs rechnet sich aus Linsendurchmesser und freier Arbeitsdistanz, daraus kann man den Öffnungswinkel, die Apertur und somit die Auflösung berechnen. Die Mitutoyo Objektive besitzen einen kleinen Öffnungswinkel und einen hohen freien Arbeitsabstand, es mir somit schleierhaft, wie sie damit zu einer hohen Auflösung kommen.
Oder ist die Auflösung gar nicht so gross, sondern nur der Kontrast?
Das sind so meine mitutoyotischen Gedankengänge.

Kurt


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zuletzt bearbeitet 04.04.2016 23:52 | nach oben springen

#5

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 05.04.2016 00:20
von goethe19 (gelöscht)
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Kurt - klasse Gedanken, denen man sehr gut folgen kann, alles logisch!
Hatte das Motiv doch nochmals mit einem anderen Diff beleuchtet - denke es ist weicher geworden, bin etwas zufriedener
Da muß ich noch einiges aufarbeitet - merci.......
Gut´s Nächt´le


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Grüsse
Wolfgang
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#6

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 05.04.2016 05:32
von makrosucht | 2.570 Beiträge

Hi Wolle,

ich habe es Dir ja auch schon des
Öfteren gesagt, die Verschlusszeit
muss schneller werden wenn du mit
LED beleuchtest.

Ich habe auch Deinen Aufbau gesehen.
Von der wichtigsten Seite, also von der Objektivseite
ist dein Diffusor offen.

Verwende einen sehr kleinen Diffusor und lass das Licht
nur von der Obejktivseite zu dem Schuppen hin scheinen.
Klebe einen kleinen Papiertunnel um das Objektiv das reicht.
Verwende 80g Kopierpapier in einer Lage.

Der Dünne Diffusor sorgt dafür das mehr Licht ans Motiv kommt
und Du eine schnellere Verschlusszeit wählen kannst.
Weicher bekommst du das Licht im dem Du den
Lampenabstand zum Diffusor erhöhst.

Dein jetziger Diffusor ist für Schmetterlingsschuppen
viel viel zu groß.

Dann habe ich auf deinen Bildern gesehen
das Du den kompletten Flügel nach unten
hängen lässt.

Ich sags mal so selbst in einem Hermetisch
abgeriegelten Raum, mit schwingungsgedämpftem
Boden würde der Flügel wie eine Fahne im Wind flattern.
Schneide ein Stück heraus, ca. 1x1cm und
klebe an einer Seite einen Zahnhstocher
an mit einem kleinen Tröpfchen Sekunden Kleber.

Ich glaube Kurt hat recht, mir erschließt sich bei
den Mitutoyo`s rein rechnerisch auch nicht die Logic
der hohen Auflösung. Vermutlich ist es in der tat nur der Kontrast?

Mich wundert immer, das man kaum die Rillen sieht
oder wenn man sie sieht, dann ist der Kontrast unglaublich
hart und das Bild auch überschärft. Das kann aber
auch an Wolle`s Bearbeitung liegen. Bei Bild 2 finde
ich den Kontrast immer noch zu hart, es wirkt nur heller auf mich

Wolle Du holst aus den Linsen auch nicht alles raus.
Du beleuchtest immer noch mit dem Ikea LED Lampen?

Verwende Blitzlicht!

Ohne jetzt genau nach zu rechnen, aber Du
verschenkst sehr viel an Auflösung durch das rote LED Licht.
Die höhere Apertur bringt dann rein gar nichts.
Mit perfekt geblitzten Bilder müsste die Auflösung sichtbar
höher sein. Oder hast Du wieder diese Blende von dem R.benutzt?
Denn wenn Du das machst ist auch die Auflösung für die Katz.

Wie groß waren die Stackschritte?

Ich glaube trotzdem Kurt hat recht, irgendwie ist das unlogisch.
Vermutlich ist nur der Kontrast hart. Aber wir schwimmen auch
ein wenig im Dunklen. Wir kennen die Stackschritte nicht. Wir
wissen aber das sein Diffusor nicht geeignet ist. Dazu beleuchtet
er mit rotem Dauerlicht und verwendet viel zu lange Verschlusszeiten.
Wir wissen auch nicht, mit welcher Software er wie gestackt hat,
und ob er RAW oder jpeg verwendet.
Das sind natürlich auch alles wichtige Faktoren die den Bildeindruck
sichtbar und deutlich verändern.

Man muss nicht viel an den Reglern drehen, wenn die Grundmaterie
gut aufgenommen ist.

Es zeigt sich auch wieder wie wichtig es ist die Kamera Daten
richtig auszufüllen. Jetzt können wir nur Rätsel raten und gezielte
Tipps geben ist schwierig.

Ich freue mich auf weitere Bilder Wolle, versuch Dich ein wenig
an dem Thema fest zu beißen und die Tipps umzusetzen. Du
wirst dann sichtbare Fortschritte machen.


Vergleichen....macht vieles klarer!

Cheeeeeers....Alex :-)

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zuletzt bearbeitet 05.04.2016 07:16 | nach oben springen

#7

RE: das ultimative Testchart

in Stacking: Flora und Fauna im "Studio" 05.04.2016 14:52
von goethe19 (gelöscht)
avatar

Wenn ich so meine Ergebnisse im Nachhinein ansehe, dürfte der Kontrast deutlich zu hoch gezogen sein - da werde ich mal darauf achten.............


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Grüsse
Wolfgang
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